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Erfolgreicher Auftakt des neuen Formats „Beispielakten-Talk“

Am 24. März 2025 fand der erste „Beispielakten-Talk“ im Stasi-Unterlagen-Archiv statt – und stieß auf großes Interesse. Zahlreiche Besucherinnen und Besucher kamen in die Ausstellung „Einblick ins Geheime“, um mehr über die Geschichte des Operativen Vorgangs (OV) „Fanzine“ zu erfahren.

Marcus Hugk, der 1984 als junger Punk aus der DDR nach West-Berlin ausreiste, berichtete eindrucksvoll von seinem Leben zwischen den Szenen, der Entstehung des Punk-Fanzines „Swoop“ und seinen Erlebnissen bei der Einsicht in seine Stasi-Akte. Besonders eindrücklich war der Schlusssatz Hugks: „Die nachfolgende Generation kann in der Akte nachlesen, was früher gewesen ist – und auf diese Weise lernen, ihre eigene Freiheit zu erhalten.“

Moderiert wurde der Abend von Axel Janowitz, dem Leiter des Bereichs Bildung im Stasi-Unterlagen-Archiv. Er stellte den Zusammenhang zwischen individueller Geschichte und staatlicher Überwachung heraus: „Die Stasi hat unfreiwillig ein Stück Geschichte der Punkszene in ihren Akten dokumentiert.“

Der Ort selbst verlieh der Veranstaltung zusätzliche Tiefe: Einst planten hier Mitarbeitende der Abteilung XX die Überwachung und Verfolgung von oppositionellen Jugendlichen – heute ist dieser Raum Teil einer Ausstellung, in der Akten offenliegen und Geschichte transparent wird.

Der Beispielakten-Talk soll künftig einmal pro Quartal stattfinden. Die nächste Veranstaltung ist für Juni geplant.